01.09.2016

Neuer EBM: Multi-Gen-Panel-Analyse endlich Kassenleistung!

Seit dem 1. Juli gilt für Fachärzte der Humangenetik eine neue Abrechnungsbestimmung für Patienten der gesetzlichen Krankenkassen. Erfreulich ist, dass nun auch Multi-Gen-Panel-Analysen beauftragt und abgerechnet werden dürfen, allerdings mit der Einschränkung auf eine Auswertung von maximal 25 Kilobasen kodierender Sequenzen. Bei Multi-Gen-Panel-Untersuchungen über 25 kb muss nach wie vor bei den Krankenkassen vorab ein Antrag zur Kostenübernahme gestellt werden. Eine weitere wesentliche Änderung betrifft die postnatale array-CGH. Sie kann nun direkt in Anschluss an eine konventionelle Chromosomenanalyse durchgeführt werden, sofern die Fragestellung mit dieser nicht geklärt werden konnte. Eine pränatale array-CGH ist jedoch unverändert nicht in den EBM aufgenommen worden. Wir hoffen auf eine Umsetzung im nächsten Quartal!

 

Hier die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Multi-Gen-Panel-Analysen bis 25 Kilobasen sind nun auf Überweisungsschein (Muster 10) beauftragbar.
  • Multi-Gen-Panel-Analysen größer 25 Kilobasen unterliegen der Genehmigungspflicht durch die Krankenkassen (die Antragstellung kann durch das genetikum erfolgen).
  • Die Molekulare Karyotypisierung (array-CGH) kann jetzt direkt an eine konventionelle Chromosomenanalyse angeschlossen werden, sofern die Fragegestellung nicht geklärt werden konnte (Zusendung von 2 ml Heparinblut und 2 ml EDTA-Blut).
  • Pränatale DNA-Untersuchungen sind in medizinisch begründeten Fällen auch außerhalb der indikationsbezogenen Leistungen möglich.

 

 


gen.ial Ausgabe 14 · 2017

Download PDF

gen.ial Archiv

Hier einsehen


gen.ial Abonnement

Hier bestellen