genetische Ursachen
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Chromosomenveränderung bei Mann/Frau
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Störungen in der Blutgerinnung
1. vererbbare Thromboseneigung
Ein intaktes Blutgerinnungssystem und eine ausreichende Blutversorgung der Plazenta (= Mutterkuchen) ist entscheidend für einen normalen Schwangerschaftsverlauf. Bei Frauen mit wiederholten Fehlgeburten findet man gehäuft Störungen im Blutgerinnungssystem, die zu einer Beeinträchtigung der Durchblutung des Mutterkuchens führen können. Erste Hinweis darauf können auch thrombotische Geschehen in der Familie sein, beispielsweise bei Eltern oder Geschwistern.
2. Faktor-II und Faktor-V-Störungn
Durch genetische Untersuchungen können Defekte im Blutgerinnungssystem abgeklärt werden. Bekannte, erblich bedingte Störungen der Blutgerinnung basieren beispielsweise auf der Faktor-II (Prothrombin)-Mutation oder der Faktor-V-Leiden-Mutation.
3. Antiphospholipid-Syndrom (APS)
Ein Antiphospholipid-Syndrom (APS) oder isoliert nachweisbare Antikörper gegen Cardiolipin können ebenfalls die Ursache für wiederholte Aborte sein. Störungen im Blutgerinnungssystem können mit Substanzen, die die Blutgerinnung herabsetzen, wie Heparin oder niedrig dosiertem Aspirin, therapiert werden. Dosierungen und Art der Therapie hängt von der Ausprägung der jeweiligen Erkrankung ab. In einem genetischen Beratungsgespräch können die Möglichkeiten erläutert werden.
