Ergebnis

BRCA1- oder BRCA2- Mutation gefunden

Es existiert statistisch gesehen ein stark erhöhtes Risiko, im Laufe des Lebens an Brustkrebs, aber auch an Eierstockkrebs zu erkranken. Das Ergebnis kann nur eine Wahrscheinlichkeit angeben und keinesfalls eine exakte Vorhersage, ob überhaupt und gegebenenfalls wann eine Frau tatsächlich an Brust- und/oder Eierstockkrebs erkrankt.
Wird bei der genetischen Analyse der BRCA1- und BRCA2-Gene eine Keimbahnmutation gefunden, ergeben sich daraus nicht nur Konsequenzen für die untersuchte Person, sondern auch für deren Angehörige bzw. Nachkommen. Für die Nachkommen besteht ein Risiko von 50 Prozent, das veränderte BRCA1- oder BRCA2-Gen und damit die Veranlagung für die Entwicklung von Krebserkrankungen zu erben.

keine BRCA1- oder BRCA2- Mutation gefunden

Mutation in Familie bekannt

Ergibt die molekulargenetische Untersuchung, dass die Ratsuchende eine BRCA1- oder BRCA2-Mutation, die in ihrer Familie nachweislich für die Entstehung von Brust- und Eierstockkrebs verantwortlich ist, nicht geerbt hat, besteht für sie kein erhöhtes Risiko, diese Krebsart zu entwickeln. Sie trägt aber weiterhin das allgemeine Bevölkerungsrisiko von etwa 10 %, an Brustkrebs zu erkranken.

Mutation in Familie nicht nachweisbar

Sollte in einer Familie keine Mutation nachweisbar sein, ist zunächst keine weitergehende Aussage über die Ursache der Brustkrebserkrankung in der Familie möglich. Es kann sein, dass eine Mutation vorliegt, die mit den zur Zeit verfügbaren Testmethoden nicht zu erfassen ist. Es kann aber auch sein, dass ein anderes, nicht untersuchtes Gen für die Krebsentwicklung verantwortlich ist. Schließlich besteht die Möglichkeit, dass die Krebserkrankung in einer Familie nicht auf einer erblichen Vorbelastung beruht.