| Name | Gen | OMIM-Erkrankung | Material | Dauer |
|---|---|---|---|---|
| Hereditäre Neuropathie mit Druckläsionen | PMP22 | 162500 | 2 ml EDTA-Blut | 1-2 Wochen |
Tomakulöse Neuropathie
1:5000
Die HNPP ist durch eine gesteigerte Empfindlichkeit gegen Druckschäden wie Traumen charakterisiert. Die Läsionen bilden sich in der Regel nach wenigen Tagen oder Wochen zurück. Armplexusparesen sind nicht selten, ohne jedoch Schmerzen zu verursachen. Ein geringer Anteil der vorwiegend älteren Patienten entwickeln eine generalisierte Polyneuropathie. Elektrophysiologisch zeigen praktisch alle Patienten Auffälligkeiten (z. B. Leitungsverzögerungen).
autosomal dominant
Etwa 85% aller HNPP-Patienten weisen als pathologische Genveränderung eine etwa 1,5 Mbp große Deletion im Bereich des PMP22-Gens (peripher myelin protein) auf Chromosom 17 auf. Dieser reziprokte meiotische Verlust wird durch ein ungleiches „cross-over“ verursacht. Die dadurch reduzierte Expression des peripheren Myelinproteins führt zu dieser Erkrankung, ohne dass die genauen Mechanismen dazu bekannt sind. Auch Punktmutationen im PMP22-Gen können in seltenen Fällen zu einer HNPP führen.
3 ml EDTA-Blut
Stufendiagnostik, Deletionsanalyse mittels MLPA dann ggf. Sequenzanalyse im PMP22-Gen
2-4 Wochen
Abrechnung auf Kranken-oder Überweisungsschein nach EBM oder nach GOÄ mit den Krankenkassen. Humangenetische Untersuchungen belasten nicht das Laborbudget.
symptomatisch