| Name | Gen | OMIM-Erkrankung | Material | Dauer |
|---|---|---|---|---|
| Prader-Willi-Syndrom | - | 176270 | 2 ml EDTA-Blut | 2-3 Wochen |
1:10000
Neugeborene mit Prader-Willi-Syndrom zeigen eine meist eine ausgeprägte Muskelhypotonie mit Trinkschwäche. Die Ernährungsschwierigkeiten gehen nach etwa einem Jahr in eine Fresssucht über. Hauptsymptome sind dann Stammfettsucht, Minderwuchs, Hypogenitalismus und geistige Beeinträchtigung (Lernbehinderung bis geistige Behinderung)
autosomal dominant, meist sporadisch
Das Prader-Willi-Syndrom wird durch den Funktionsverlust des väterlichen Allels auf Chromosom 15, in der Prader-Willi- und Angelman-kritischen Region, die dem Imprinting (elterliche Prägung) unterliegt und sich durch eine unterschiedliche Methylierung des väterlichen und des mütterlichen Allels äußert, verursacht. Dieser Funktionsverlust kann durch eine Deletion (etwa 70%), eine maternale uniparentale Disomie (etwa 29%) oder einen Imprintingfehler (etwa 1%) verursacht werden. Ein einzelnes krankheitsverursachendes Gen für das Prader-Willi-Syndrom ist nicht bekannt.
3 ml EDTA-Blut
Methylierungstest (methylierungsspezifische PCR am SNRPN-Lokus, methylierungsspezifische MLPA-Analyse)
etwa 2-3 Wochen
Abrechnung auf Kranken-oder Überweisungsschein nach EBM oder nach GOÄ mit den Krankenkassen. Humangenetische Untersuchungen belasten nicht das Laborbudget.
nur symptomatisch