| Name | Gen | OMIM-Erkrankung | Material | Dauer |
|---|---|---|---|---|
| Kallmann-Syndrom, KAL2 | FGFR1 | 147950 | 2 ml EDTA-Blut | 2-4 Wochen |
etwa 1:10000 im männlichen und etwa 1:50000 im weiblichen Geschlecht
Das Kallmann-Syndrom ist durch eine Assoziation von hypogonadotropem Hypogonadismus und Anosmie charakterisiert. Jungen und Männer fallen durch ein hypoplastisches äußeres Genitale und eine mangelhafte Ausprägung der sekundärer Geschlechtsmerkmale auf. Mädchen und Frauen zeigen häufig eine primäre Amenorrhöe und eine lediglich geringfügige Brustentwicklung. Zusätzliche Symptome können beispielsweise eine einseitige Nierenagenesie oder eine Corpus callosum Agenesie sein.
X-chromosomal oder autosomal dominant.
Mutationen verschiedener Erbanlagen (KAL1, FGFR1, PROKR2, PROK2) können zu einem neuronalen Migrationsdefekt des mittleren Vorderhirns und damit zu einer Kombination von hypothalamisch bedingtem hypogonadodropem Hypogonadismus und einer Agenesie des Bulbus olfactorius führen.
hypogonadodroper Hypogonadismus
3 ml EDTA-Blut, ggf. 3 ml Heparinblut zur Chromosomenanalyse
Stufendiagnostik, MLPA-Analyse zur Abklärung einer Deletion, Sequenzanalyse von KAL1 (ggf. FGFR1)
4-8 Wochen
Abrechnung auf Kranken- oder Überweisungsschein nach EBM oder nach GOÄ mit den Krankenkassen. Humangenetische Untersuchungen belasten nicht das Laborbudget.
Bei Kinderwunsch Behandlung mit Gonadotropin oder GNRH. Langfristig Substitution von Geschlechtshormomen zur Verhinderung einer Osteoporose.