| Name | Gen | OMIM-Erkrankung | Material | Dauer |
|---|---|---|---|---|
| Adrenogenitales Syndrom | CYP21A2 | 201910 | 2 ml EDTA-Blut | 2-4 Wochen |
1:5000 bis 1:10.000
Die schwere Form führt bei weiblichen Feten bereits in Utero zu einer Virilisierung, mit Ausbildung eines intersexuellen Genitales. Jungen sind bei Geburt unauffällig, können später eine Pseudopubertas praecox aufweisen. Außerdem kann ein Salzverlustsyndrom vorliegen. Bei den leichten Formen (late-onset) des AGS zeigen die Mädchen bei Geburt ein normales Genitale, später treten häufig ein Hirsutismus, Akne, Minderwuchs, Menstruationsstörungen und Fertilitätsstörungen auf.
autosomal rezessiv
Krankheitsverursachend sind verschiedene Störungen der Cortisol- (17-Hhydroxycorticosteron) Synthese, überwiegend (95%) durch Mutationen im 21-Hydroxylase Gen (CYP21A2-Gen) verursacht. Es kommt zur Anreicherung von 17-ß-Hydroxy-Progesteron im Serum, das zu Testosteron umgebaut wird. Gleichzeitig ist die Synthese von Aldosteron und Cortisol vermindert.
Sequenzierung im CYP21B-Gen und MLPA-Analyse
4 bis 8 Wochen, pränatal 2 Wochen
Abrechnung auf Kranken-oder Überweisungsschein nach EBM oder nach GOÄ mit den Krankenkassen. Humangenetische Untersuchungen belasten nicht das Laborbudget.
Pränatal ist ein früher Therapiebeginn (4-8. SSW) mit Dexamethason erforderlich. In der 11/12. SSW erfolgt eine Geschlechtsabklärung und ggf. eine DNA-Diagnostik aus Chorionzotten. Behandlung eines evtl. Salzverlustsyndroms.