Labor » Untersuchungsverfahren » Array-CGH » FAQs zur Array-CGH
Es lassen sich mit der Array-CGH auch kleine Veränderungen (Deletionen / Duplikationen) nachweisen, die lichtmikroskopisch nicht nachweisbar sind, jedoch Ursache von mentaler Retardierung und / oder verschiedenen Dysmorphien sein können.
Zusätzlich zur Chromosomenanalyse können bekannte Mikrodeletions- bzw. Mikroduplikationssyndrome abgeklärt werden. Bei einer auffälligen Chromosomenanalyse ist außerdem eine genauere Größenbestimmung der Veränderung sowie ggf. der Nachweis der betroffenen Gene möglich.
Nein, nur bei entsprechender Indikation ist eine Array-CGH zu empfehlen.
Bei welcher Indikation sollte eine Array-CGH durchgeführt werden.
Bei Auffälligkeiten im Ultraschall, sowie bei einem vorausgegangenen auffälligen Chromosomenbefund sollte eine Array-CGH durchgeführt werden.
Eine Untersuchung der Eltern ist immer dann erforderlich, wenn die Array-CGH beim erwarteten Kind Veränderungen aufweist.
Ein wesentlicher Unterschiede ist die um bis zu 100-fach höhere Auflösung im Vergleich zur konventionellen Chromosomenanalyse. Im Gegensatz zur FISH, bei der nur definierte Bereiche bei konkretem Verdacht näher unersucht werden, kann mit der Array-CGH das komplette Genom in einem Ansatz untersucht werden.
Balancierte und strukturelle Veränderungen, wie z.B. balancierte Translokationen und Inversionen, lassen sich mit der Array-CGH nicht nachweisen.
Im Labor wird ein Aliquot der Fruchtwasser-Probe oder Chorionzotten-Probe kultiviert und daraus die DNA isoliert, die dann für die Array-CGH verwendet wird.
Es kann DNA aus kultivierten Fruchtwasserzellen oder Chorionzotten sowie evtl. auch aus nativen Chorionzotten untersucht werden.
Bei schlechtem Wachstum der Fruchtwasserkultur kann in seltenen Fällen DNA verringerter Qualität vorliegen, die die Beurteilung erschwert.
Mit der Array-CGH können zusätzliche Informationen gewonnen werden, die auf Grund des derzeitigen Wissensstandes nicht immer eindeutig interpretierbar sind. Dies kann bei der Schwangeren zu Konflikten bei der Entscheidungsfindung führen.
Bei normaler DNA-Qualität ist die Zuverlässigkeit der Array-CGH hoch.
Nach Vorliegen der Ergebnisse der Chromosomenanalyse zusätzlich 3 bis 5 Arbeitstage.
Eine pränatale Array-CGH Diagnostik kostet derzeit etwa 1.500 Euro.
Bei gegebener Indikation werden die Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Privatpatienten müssen eine Kostenübernahme mit ihrer Versicherung abklären.